Präventionstipps: Was unsere Schadenexperten vor Reiseantritt raten

Die Urlaubszeit ist für viele die schönste Zeit des Jahres – für Haus und Wohnung jedoch oft eine Phase erhöhter Verwundbarkeit. Besonders kritisch wird es, wenn Häuser und Wohnungen über Tage oder Wochen unbeaufsichtigt bleiben. Zwei Schadenexperten berichten aus der Praxis, warum gezielte Prävention vor Reiseantritt entscheidend ist.

Chef-SV und Schadenexperte Thomas Leitner (li.) sowie Backoffice-Schadenexperte Siegfried Raffald (re.) sind Treiber der faircheck Denkwerkstatt “Massenschaden – klare Prozesse, rasche Hilfe”. In diesem Zusammenhang haben sie konkrete Maßnahmen zur Schadenprävention vor Reiseantritt erstellt.

Wasserschäden: ein unterschätztes Risiko
„Gerade in den Sommermonaten sehen wir immer wieder massive Wasserschäden, die mit einfachen Maßnahmen vermeidbar gewesen wären“, erklärt faircheck Chef-SV Thomas Leitner. Offene Wasserzufuhren, geplatzte Schläuche oder Rückstau im Keller zählen zu den häufigsten Ursachen. Die klare Empfehlung: Vor der Abreise den Hauptwasserhahn schließen, auch bei kurzen Abwesenheiten. Die gängige 72‑Stunden‑Klausel macht diesen Schritt besonders relevant. Ebenso wichtig sind – sofern vorhanden – regelmäßig gewartete Rückstauklappen.

Vorbereitung begrenzt das Schadenausmaß
Backoffice Schadenexperte Siegfried Raffald ergänzt: „Das Ausmaß von Elementarschäden lässt sich durch gute Vorbereitung minimieren.“ Lose Gartenmöbel, ungesicherte Rollläden oder Lichtschächte werden bei Sturm und Starkregen schnell zum Schadenfaktor. Außenbereiche sollten konsequent gesichert, Lichtschächte sauber gehalten und Fenster und Türen – inklusive Kellerfenster – vollständig geschlossen werden. Das reduziert nicht nur Unwetterschäden, sondern auch das Einbruchsrisiko. Hier bieten Bewegungsmelder sowie zusätzliche Verriegelungen oder Querbalken an Türen und Fenstern erhöhten Schutz.

Abwesenheit darf kein Risiko sein
„Ist ein Schaden eingetreten, gilt es rasch zu handeln. Bleiben Auswirkungen über Tage oder gar Wochen unbemerkt, entstehen oft vermeidbare Folgeschäden“, betonen die Experten. Wer für die Dauer der Abwesenheit vorsorgt, kann den Schadenumfang deutlich begrenzen. „Wir empfehlen daher, eine Vertrauensperson für regelmäßige Kontrollgänge zu organisieren, das Wetter zu Hause im Blick zu halten und gut erreichbar zu bleiben. So lässt sich der Schadenumfang deutlich begrenzen.“

Fazit: Elementarereignisse und Einbruchsversuche lassen sich nicht verhindern, ihre Auswirkungen jedoch sehr wohl. Wer vor Reiseantritt gezielt vorsorgt, schützt sein Eigentum und sorgt dafür, dass der Urlaub auch wirklich erholsam bleibt.

faircheck Checkliste vor Reiseantritt:

  • Abwesenheit nicht in den Sozialen Medien posten, das Zeitungsabo pausieren
  • Außenbereiche gut sichern
  • Fenster & Keller prüfen, Gegenstände im Keller gegebenenfalls auf Paletten lagern
  • Versicherungsdaten & aktuelle Zustandsfotos digital aufbewahren
  • Vertrauensperson für die Dauer der Abwesenheit organisieren, Kontrollgänge veranlassen
  • Wasser abdrehen und Geräte ausschalten/-stecken, Ladegeräte samt Akkus ausstecken
  • Wetterlage zu Hause im Blick halten