Let’s fly high – Ein Tag mit Siggi Raffald, Schadenexperte bei faircheck (Drohnenbegutachtung)

Die Arbeit als Schadenregulierer bzw. Schadenexperte ist abwechslungsreich und hält täglich neue Sachverhalte bereit. Dadurch verlangt die Ausübung ein hohes Fachwissen im Bereich der Bautechnik und einiges an versicherungstechnischem Knowhow. Ing. Siggi Raffald bringt beides mit. Er hat die Ausbildung zum Bauingenieur absolviert und war lange als Versicherungsschaden-Gutachter tätig. Die erforderlichen Kompetenzen hat er sich also über die Jahre angeeignet und weiter ausgebaut.  

Siggi Raffald am Begutachtungsort mit dem Drohneneinsatzkoffer.

Bei faircheck ist Siggi Raffald seit Anfang 2021 im Backoffice tätig, wo er sich u.a. um den Qualitätscheck der Berichte und den Wissenstransfer kümmert sowie als Schadenexperte bzw. Schadenregulierer im Großraum Graz im Einsatz ist. Wir haben ihn bei einem Einsatz der mobilen Schadenregulierung mit Drohnenbegutachtung begleitet.

Treffpunkt faircheck-Headquarter

Morgens um 10 Uhr treffen wir uns im faircheck Headquarter in Graz-Stattegg. Siggi ist im Backoffice bereits seit den frühen Morgenstunden u.a. damit beschäftigt Berichten zu checken und an die Auftraggeber zu versenden. Nachdem seine Tätigkeiten hybrid sind, gestaltet sich sein Tagesablauf grundsätzlich etwas anders als jener eines typischen Schadenregulierers. Beim Auftrag heute, zudem wir ihn begleiten dürfen, geht es um die Besichtigung einer Dachfläche nach einem möglichen Hagelschaden. Ein Fall für die Drohnenbegutachtung, denn in solchen Fällen muss davon ausgegangen werden, dass es keine entsprechende Schutzgerüstung gibt, um eine Begutachtung durch Begehung des Dachs durchzuführen. Vor jedem möglichen Drohneneinsatz checkt Siggi die Flugzone.

Das Gebäude, das begutachtet wird, befindet sich außerhalb von Graz und Siggi gibt grünes Licht: „Wir dürfen mit der kleinen Drohne fliegen, ohne jemanden verständigen zu müssen.“ Bei einer Besichtigung in der Grazer Stadtzone müsste beispielsweise beim Tower des Grazer Flughafens angerufen werden, der dann die Flughöhe vorgibt, erklärt Siggi und ergänzt: „Daneben gibt es Zonen, wo man überhaupt nicht fliegen darf, beispielsweise in Nationalparks und Naturschutzgebieten oder rund um die Wiener Hofburg, wo absolutes Flugverbot herrscht.“

Siggi Raffald wir heute mit Kamera und Stift von Martina Sattler, Marketing & PR, beim Einsatz begleitet.

Siggi verfügt über den kleinen EU-Drohnenführerschein A1/A3, den er über den faircheck Campus in Kooperation mit dem ÖAMTC erworben hat. Die Prüfung erfolgte online über die Plattform von Austro Control. (Wir haben berichtet.) Mit der neuen DJI Mini 3 Pro wird der Drohnenpilot heute die Besichtigung durchführen. Übrigens: Diese Mini-Drohne hat weniger als 249 g und gilt als sicherste ihrer Serie. Auf den ersten Blick wirkt sie filigran doch der Schein trügt.

Unterwegs als faircheck-Schadenexperte weisen wir dezent
auf den Einsatz hin.

Drohnenbegutachtung nach Hagelschaden

Am Begutachtungsort angekommen wird erstmal der Versicherungsnehmer bzw. Anspruchsteller begrüßt, allgemeine Informationen zum Auftrag direkt am iPad gecheckt und die Drohne ausgepackt. „Obwohl ein Aufstieg vorhanden ist, verfügen die meisten Dächer, egal ob Steil- oder Flachdächer, nicht über die für die Begehung erforderlichen Sicherheitspunkte. Somit dürfte man das Dach grundsätzlich nicht begehen“, weiß Siggi. Unter dem Sicherheitsaspekt betrachtet, ist es sehr hilfreich, dass es Drohnen gibt. Ebenso bekommt man schnell einen Überblick vom Sachverhalt mit Umgebung. Diese Übersichtlichkeit kann entscheidend sein. „15 Minuten mehr Zeit muss man einplanen, wenn bei der Begutachtung die Drohne zum Einsatz kommt“, erzählt Siggi und schon ist die Vorzeigedrohne in der Luft. „Der Akku reicht für ungefähr 3 Einsätze. Wir sehen uns jetzt einmal die Dachfläche an.“

Der Blick von oben zeigt rasch die neuralgischen Punkte. Die Isolierung des Rohrs ist durch den Hagelschaden stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Bilder und Videomaterial zur Begutachtung werden direkt auf einer Speicherkarte abgelegt. Die neue Drohne speichert das Bild- und Videomaterial direkt auf der Speicherkarte. Beim Vorgängermodell wurde das Material am Smartphone gespeichert. Von dort werden die Bilder auf den von faircheck genutzten Cloudserviceanbieter Owncloud geladen und komprimiert für die Berichte verwendet. Anhand der Vorauswahl der Fotos und der Notizen, die direkt in der fairApp Web getätigt werden können, wird der Bericht gestaltet.

Die Drohne ist inzwischen wieder sicher am Boden gelandet und wird von Siggi rasch im Koffer verwahrt. Alle Informationen wurden aufgenommen, um das Gutachten erstellen zu können, welches an die Versicherung übermittelt wird. Die Drohnenbilder geben eine Übersichtsansicht und Detailperspektiven wieder. Auch ein Video wurde angefertigt, das bei Bedarf mitgeschickt wird.

Nun geht es zurück ins Büro. An einem herkömmlichen Begutachtungstag macht Siggi in der Regel 3 Termine zur Vor-Ort-Besichtigung aus. Am Nachmittag werden die Berichte verfasst. „Grundsätzlich ist Flexibilität in unserem Beruf das Wichtigste, daher läuft nie etwas gleich ab. Im Massenschadenfall beispielsweise würden wir den ganzen Tag begutachten. Es hängt also immer von den Gegebenheiten ab.“, erzählt Siggi über den Ablauf in der Schadenregulierung.

Der Bericht wird verfasst und alle Notizen aus der fairApp web eingearbeitet.

Der Ausgleich ist wichtig

Ebenso flexibel erfolgt die Verpflegung des Schadenregulierers selbst. Manchmal ist es eben nur ein Weckerl zwischendurch und an anderen Tagen wieder ein Mittagessen im Büro.

Alles ist abhängig von den Erfordernissen und in jedem Fall wird „es einem nie fad“, wie Siggi aus Erfahrung weiß und am Wochenende als Ausgleich meist diverse Klettersteige in seiner näheren und entfernteren Umgebung begutachtet – und das hautnah.

Alle Details zur Drohnenbegutachtung lesen Sie unter den Produktdetails.

Außerdem verweisen wir gerne auf die Pressemitteilung zum Thema: Drohnenbesichtigung als Add-on im Begutachtungsprozess