Excellence als gelebte Verantwortung bei faircheck
Dr. Eva Kasper, Geschäftsführerin von faircheck seit 2021, hat die Excellence-Reise von faircheck für die Quality Austria und den Staatspreis Unternehmensqualität reflektiert und in einem Beitrag festgehalten. Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Meilensteine, wertvolle Erkenntnisse sowie neue Perspektiven, Entwicklungsimpulse und Entfaltungsmöglichkeiten, die sich auf diesem Weg eröffnet haben.
Wenn wir bei faircheck auf unsere Excellence-Reise blicken, dann ist die wiederholte Auszeichnung im Rahmen des Staatspreises Unternehmensqualität für uns vor allem eines: eine wertvolle externe Standortbestimmung. 2017 haben wir uns dem ersten Assessment gestellt. 2020 wurde faircheck mit dem Staatspreis Unternehmensqualität als Gesamtsieger ausgezeichnet. 2026 folgten die Nominierung im Staatspreis Unternehmensqualität, die Platzierung unter den Top-3-Unternehmen sowie die Auszeichnung als „Exzellentes Unternehmen Österreichs 2026“. Für uns als „kleine“ Sachverständigenorganisation in der Versicherungswirtschaft ist das keine Momentaufnahme, sondern die Bestätigung eines Weges: Unternehmensqualität entsteht nicht durch einzelne Initiativen, sondern durch konsequentes Arbeiten an Strategie, Kultur, Wertschöpfung und Wirkung.
Ein besonderer Moment auf diesem Weg war die Zeit nach dem Eigentümerwechsel 2021. Nach dem Kauf durch die Helvetia Versicherung ging es nicht nur darum, neue Rahmenbedingungen organisatorisch zu bewältigen, sondern identifikationsstiftenden Kernwerte glaubwürdig zu bewahren: fair, transparent, neutral und als eigenständiger Dienstleister für andere Versicherungen als Auftraggeber anschlussfähig zu bleiben. Genau diese Verbindung aus Konzernstärke und gelebter Unabhängigkeit wurde 2026 von der Jury als wesentlicher Erfolgsfaktor hervorgehoben. Spätestens hier war für uns spürbar: Wir machen dann einen Unterschied, wenn wir Stabilität und Veränderung nicht als Gegensätze verstehen, sondern als gemeinsame Voraussetzung für Vertrauen.


Für unsere Excellence-Reise nutzen wir das EFE-Modell (Excellence Framework Europe). Es betrachtet Organisationen ganzheitlich und hilft dabei, ihre Qualität und Reife systematisch weiterzuentwickeln.
Zu den einprägsamsten Meilensteinen zählen für uns daher nicht nur Auszeichnungen – die wir mit Stolz führen – sondern Entwicklungsschritte, die unsere Arbeitsweise nachhaltig verändert haben: die Gründung als innovativer Schadenservice-Partner für Versicherungen im Jahr 2005, die frühe Nutzung digitaler Lösungen wie Videobegutachtung, der Staatspreis 2020, der Transformationsschritt ab 2021 und die bewusste Weiterentwicklung hin zu mehr Eigenverantwortung, Rollenklärung und wertschöpfendem Arbeiten. Besonders prägend war dabei, dass aus einem stark eigentümergeführten Unternehmen eine Organisation wurde, die ihre Werte und ihre Leistungsfähigkeit auch unter veränderten Rahmenbedingungen weiterentwickelt hat.
Excellence ist bei faircheck kein zusätzliches Programm neben dem Tagesgeschäft. Wir versuchen, sie in den Abläufen selbst wirksam zu machen: über klare Wertschöpfungsmodelle, Rollen- und Verantwortungsmodelle, Qualitätsstandards, digitale Unterstützung, regelmäßige Feedbackformate und eine Strategiearbeit, die über Jahresmottos in konkrete Initiativen übersetzt wird. Dazu gehört auch auch mutig Neues auszuprobieren – und daraus zu lernen. Dadurch wird Excellence nicht abstrakt, sondern handlungsleitend: in der Auftragskoordination, in der Qualitätssicherung, in der Zusammenarbeit mit Schadenexperten und im Dialog mit Auftraggebenden.
Mitarbeitende merken Excellence im Alltag vor allem dort, wo Orientierung und Handlungsspielraum zusammenkommen: in klaren Werten, transparenten Abläufen, Vertrauen, Beteiligung und der Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Kunden und Auftraggebende erleben Excellence im Schadenfall selbst – durch rasche, nachvollziehbare, faire und professionelle Abwicklung, unterstützt durch digitale Werkzeuge und menschliche Expertise. Gerade in der mobilen Schadenregulierung zeigt sich der Mehrwert des Menschen vor Ort: als Experte, Berater und Vermittler, der fachlich beurteilt, aber auch mit Empathie in oft belastenden Situationen begleitet.
Das Assessment hat uns vor allem gezeigt, dass die größten Entwicklungsschritte nicht aus den bestätigten Stärken entstehen, sondern aus den aufgezeigten Potenzialen. Natürlich freut es uns, wenn Werteorientierung, Kundennähe, Qualität und Unternehmenskultur als besondere Stärken wahrgenommen werden. Die größte Wirkung entfaltet für uns jedoch jener Teil des Feedbacks, der den Blick nach vorne richtet. Die Assessoren haben uns unter anderem aufgezeigt, Wirkung noch systematischer messbar zu machen, Verantwortung breiter in der Organisation zu verankern, Zukunftsbilder klarer zu entwickeln und den Nutzen unserer Leistungen für unterschiedliche Anspruchsgruppen noch transparenter sichtbar zu machen. Genau diese Potenziale verstehen wir als Entwicklungsauftrag. Sie helfen uns, Gewohntes zu hinterfragen, neue Perspektiven einzunehmen und unsere Organisation gezielt weiterzuentwickeln. Denn Excellence bedeutet für uns nicht, fehlerfrei zu sein, sondern die Bereitschaft, kontinuierlich zu lernen und besser zu werden. In diesem Sinne ist jede Auszeichnung nicht der Abschluss einer Reise, sondern der Ausgangspunkt für die nächsten Schritte.
„Wir erleben das Excellence Framework Europe als praxisnahen Entwicklungsrahmen, der unsere Organisation fordert, aber vor allem weiterbringt. Es verbindet Selbstreflexion, externe Bewertung und organisatorisches Lernen und unterstützt uns dabei, Strategie, Menschen, Prozesse und nachhaltige Wirkung in Balance zu halten. Für faircheck entsteht daraus ein klarer Nutzen: mehr Orientierung, bessere Entscheidungen und ein gemeinsames Verständnis davon, was exzellentes Arbeiten heute und morgen bedeutet. Wir empfehlen EFE allen Unternehmen, die Excellence nicht als Auszeichnung, sondern als kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsweg verstehen.“
Dr. Eva Kasper, Geschäftsführung faircheck Schadenservice GmbH
Wenn Sie mehr zu unserem Excellence-Weg lesen möchten, finden Sie hier einen weiteren Beitrag von Eva Kasper zum Thema „Zusammenarbeit neu gestalten. Ein Transformationsbeispiel aus der Praxis.“



